READING

10 EINFACHE TIPPS FÜR WENIGER MÜLL

10 EINFACHE TIPPS FÜR WENIGER MÜLL

In Thailand ist es mir wirklich wieder bewusst geworden: wir gehen mit unserem Planeten nicht sehr sorgsam um. An jeder Ecke sah man Müll liegen. Besonders weh tat mir das Plastiktreibgut im Meer. Wieviele Tiere an den Folgen unserer Nachlässigkeit sterben werden, ist noch gar nicht abzusehen. Und beim Besuch einer Lagune dann unter unseren Füßen: tote Korallen. In dem Moment habe wir uns wahnsinnig geschämt, dass auch wir ein Teil dieser Zerstörung waren. Auch wenn diese schon stattgefunden hatte, sicherlich sind vor uns einige Touristen arglos an diesen Ort gekommen. So arglos wie auch wir es an dem Tag waren. Irgendwie war das dann ein kleiner Wachrüttler an dem Tag. Seitdem habe ich beschlossen, wieder mehr nachhaltige Themen in den Fokus zu stellen.

Wir alle verbrauchen zu viel Müll. Um dem Ganzen ein wenig Einhalt zu gebieten, teile ich heute zehn einfache Tipps mit euch.

Im asiatischen Raum findet generell kaum Recycling statt. Da fühlt man sich als Europäer – und gerade als Deutscher – viel fortschrittlicher. Aber dass Recycling eigentlich auch nur eine Augenwischerei ist, haben viele mittlerweile kapiert. Wenn man wirklich gegen diesen Wahnsinn angehen möchte, dann geht es darum, Müll zu vermeiden. Klar, im Alltag geht es oft um Zeit, aber mit ein bisschen Umgewöhnung kann man diese Tipps wunderbar in den Alltag integrieren. Irgendwann fällt es einem gar nicht mehr auf, dass es mal anders war.

  1. No To-Go

    Wenn man erst mal begriffen hat, wie blöd To-go-Getränke eigentlich sind, dann versteht man nicht, warum das Ganze so ein Hype geworden ist. Irgendwann hat man eben all die Paris Hiltons und Nicole Richies mit Starbucks-Bechern durch Los Angeles schlendern sehen. Da die meisten von uns nun aber auch die Juicy Couture Anzüge an den Nagel gehängt haben, sollten wir auch mit den unsäglichen Pappbechern so verfahren. Jeden Tag wird durch diese Becher ein unglaublicher Müll verursacht. Mal abgesehen davon, dass sie super schlecht zu recyclen sind, weil sie überall aus unterschiedlichem Material bestehen. Mittlerweile gibt es einige Initiativen, die die Pappbecher aus den Cafés verdrängen sollen. Mein Tipp: nehmt euch doch einfach einen Mehrwegbecher mit. Die sehen ohnehin schicker aus, ihr habt euren ganz individuellen Becher und es tut niemandem mehr weh. Oder trinkt euren Kaffee gleich an Ort und Stelle. Wir hetzen doch sowieso genug durch den Alltag. Zehn Minuten Zeit nehmen und den Kaffee in Ruhe geniessen. Ihr werdet staunen, wie schön das eigentlich ist.

  2. Sip it without straw

    Vielleicht spielt der Strohhalm nicht bei jedem eine so große Rolle. Aber ihr müsst mal im Urlaub drauf achten. Oder wenn ihr ausserhalb essen geht. Viele Leute stecken einem ungefragt gleich einen Plastikstrohhalm mit ins Glas. Gerade mit Kind ist mit das noch mal mehr aufgefallen. Ich werde für Romy jetzt einen Mehrweg-Strohhalm besorgen und den immer parat haben. Und für mich lehne ich die Plastikröhrchen generell ab. Es gibt ja so viel coolere Alternativen aus Metall.

  3.  Ohne Jutebeutel – ohne mich

    Kein Einkauf ohne eigenen Stoffbeutel. Ich kann gar nicht glauben, dass ich es auch mal anders praktiziert habe. Da habe ich für zwanzig Cent an der Kasse noch mal eine hässliche Plastiktüte gekauft. Die dann irgendwo bei uns in der Wohnung rumlag. Wenigstens fand sie ein zweites Leben als Mülltüte, aber auch das ist nicht wirklich sinnige Wiederverwertung. Egal wohin ich gehe, ob in den Supermarkt oder auf den Wochenmarkt, meine Stoffbeutel begleiten mich. Und falls ihr euer Obst und Gemüse noch einzeln in Plastiktüten packt: die machen sich lose auf dem Laufband viel besser. Absolut unnötig.

  4. Lokal macht Sinn

    Für mich ist es eigentlich eine kleine Berufskrankheit, öfters mal Pakete zu bekommen. Wenn ich aber privat shoppen gehe, dann versuche ich, wieder mehr in die Läden zu gehen und gerade auch kleinere, heimische Unternehmen zu unterstützen. Das Einkaufserlebnis ist ein komplett anderes und man hat nicht den lästigen Verpackungsmüll zu Hause. Auch Gemüse und andere Lebensmittel sollte man am Besten lokal kaufen. Mit Sicherheit wurde dabei jede Menge Verpackung und Transportwege gespart.

  5. Weg mit Watte

    Wer braucht eigentlich noch Wattepads? Eigentlich sind diese nämlich total überflüssig. Wiederverwendbare Kosmetiktücher hingegen machen absolut Sinn und haben den gleichen Nutzen wie ein Wattepad, das man nach nur einmaligem Gebrauch wieder wegwirft.

  6. Lass die Flaschen liefern

    Vor einigen Jahren bin ich doch tatsächlich in den Supermarkt und habe mich bewusst für ein Tetrapack oder eine Plastikflasche entschieden, weil diese für mich leichter zu transportieren sind. Dabei hat fast jeder einen Getränkemarkt um die Ecke. Und die netten Damen und Herren liefern sogar oftmals frei Haus. Jetzt kommt mein geliebter Maracujasaft direkt zu uns nach Hause und das noch in schonender Glasflasche.

  7. Sprudel dir selbst eins

    Weiter geht es mit den Getränken. Denn Mineralwasser lässt sich am Besten Zuhause herstellen. Dank einiger Hersteller ist es wesentlich weniger Schlepperei und unser Leitungswasser hat ja auch fast überall eine sehr gute Qualität. Wer sich nicht sicher ist, kann das aber vorher noch mal testen lassen.

  8. Mehl gehört nicht nur in den Kuchen

    Denn eigentlich wasche ich mir am liebsten damit meine Haare. Ganz ohne einen Shampoo-Ersatz komme ich noch nicht aus, aber wer auch bei der Haarwäsche auf Verpackung verzichten will, der mischt einfach Roggenmehl mit Wasser zu einem Brei an und spült mit einer Apfelessig-Wasser-Rinse nach. Meine Haare sind super damit klargekommen und auch der Essiggeruch verfliegt im Nu.

  9. Flasche und Quetschie immer parat

    Unterwegs wird man ja auch mal durstig. Oder hungrig. Oder man hat einfach ein Kind, das jederzeit beides sein kann. Also einfach vorbereitet sein und eine Mehrwegflasche für unterwegs parat haben. Als Tipp für Muttis: es gibt auch wiederverwendbare Quetschies. Die haben uns auf jeden Fall beide Urlaube gerettet.

  10. Brauchen Babys Feuchttücher?

    Gleiche Antwort wie bei den Wattepads: nope. Hin und wieder ist es sicherlich super praktisch. Trotzdem kann ich nur anraten, dass man sich einige Kosmetiktücher aus Stoff besorgt, mit denen man den Babypopo hin und wieder sauber macht. Geht für das kleine Geschäft und schmutzige Fingerchen.

So, und was sind eure liebsten Tipps, um Müll zu vermeiden? Würde mit eurer Hilfe gerne die Liste vervollständigen. Und vielleicht inspiriert euch der eine oder andere Tipp ja auch. Man muss nicht sofort alles umsetzen, aber probiert mal was aus. Und nicht gleich aufgeben, wenn es sich erst mal ungewohnt anfühlt. Alles braucht seine Zeit. Unsere Erde wird es euch danken. Schliesslich haben wir keinen Planeten B.

xxbina


  1. Corinna

    1 Oktober

    Liebe Bina,
    vielen Dank für die schönen Anregungen! Ich bin da voll bei dir und gerade im Ausland fällt es einem extrem auf, aber das Verrückte ist ja, dass ganz ganz viel Müll nur für uns produziert wird. Das mit den Strohhalmen und To-Go Bechern versuche ich auch schon seit Längerem zu vermeiden (und finde Strohhalme aus Glas auch eine super Alternative!).
    Liebste Grüße,
    Corinna
    http://www.kissenundkarma.de

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

INSTAGRAM
FOLLOW ME
Translate »