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AMODINI // TELLING THE STORY // FAIRTRADE-PRODUKTE...

AMODINI // TELLING THE STORY // FAIRTRADE-PRODUKTE MIT EINER GESCHICHTE

amodini_titelIn Zeiten, in denen bei Kleidungsstücken von Primark Hilfeschreie auf Etiketten gefunden werden, ist es doch sehr erfrischend, wenn man auf Unternehmen stößt, die sich faire Bedingungen wünschen und dementsprechende Projekte auch unterstützen. Gerade hat ein solches das Licht der Welt erblickt und erfreut unser Fashionherz mit tollen Produkten und unser Gewissen mit den guten Bedingungen, unter denen sie hergestellt werden. amodini ist ein bezaubernder Onlineshop, der handgefertigte und besondere Accessoires anbietet und dabei Menschen aus Entwicklungsländern unterstützt, in die Unabhängigkeit und Selbstständigkeit zu starten.

Michi und Sophie, die Gründerinnen von amodini, sind zwei Freundinnen aus Hamburg, die diesen wunderbaren Shop ins Leben gerufen, ein wunderschönes Portal gezaubert haben und die Teile sorgfältig auswählen. Zu den einzelnen Projekten kann man die jeweilige Story nachlesen und weiss so noch genauer, dass man nicht nur ein tolles Produkt shoppt sondern dass das Geld auch gut angelegt wird. Derzeit gibt es bei amodini vier verschiedene Kategorien: Home Decor, Taschen, Schmuck und Tücher. Ich finde ja nicht nur die Geschichte hinter diesem Projekt ganz großartig und unterstützenswert, ich finde auch den Gedanken daran, dass ich dort erlesene Teile kaufen kann, die man hier nicht bekommt, einfach wunderbar.

amodini produkte

Ausserdem lädt amodini zum Verweilen ein, man liest die verschiedenen Geschichten zu tollen Menschen, die ihre Produkte in liebevoller Handarbeit fertigen und fühlt sich so auch gleich auf Reise in ferne Länder geschickt. Es zeigt, dass neben den großen Massenproduktionen durchaus ein großes Interesse an besonderen Stücken besteht und man abseits des Mainstream interessante Designs findet.

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Aber damit das Konzept noch besser erklärt wird und ich euch auch ein wenig die Leidenschaft von Michi und Sophie vermitteln kann, habe ich mit den beiden ein kleines Interview geführt.

stryleTZ: Wie seid ihr zu einem Projekt wie amodini gekommen und was war euch besonders wichtig?

Sophie: Die Idee zu amodini entwickelte sich nach der Rückkehr meiner Reise aus Indien im Frühjahr letzten Jahres, wo ich bei einer gemeinnützigen indischen NGO ein Volunteering gemacht habe. Die NGO betreibt mehrere Projekte und insbesondere das „Women Empowerment“-Projekt und die daraus resultierenden positiven Auswirkungen für die Inderinnen und ihre Familien haben mich damals sehr beeindruckt. Zurück in Deutschland hatte ich das Gefühl, dass man daraus mehr machen könnte und habe angefangen, weltweit nach sozialen Projekten zu suchen mit der Idee, die Menschen in Entwicklungsländer durch den Verkauf ihrer hergestellten Produkte auf einem weiteren Absatzmarkt zu unterstützen.

Besonders wichtig sind uns zwei Dinge: Wir wollen Fair Trade mit Fashion verbinden! Das heißt, wir sind auf der Suche nach Produkten, die modisch, exotisch und trendy sind und von benachteiligten Menschen unter Fair Trade Bedingungen hergestellt werden. Wir glauben an den Ansatz „Trade not Aid“, d.h. lieber einen fairen Handel zu unterstützen anstelle einmaliger Spenden zu tätigen und wollen hierzulande zeigen, dass die Zeiten, in denen Fair Trade-Produkte mit einem alternativen und langweiligen Öko-Image gleichgesetzt wurden, längst vorbei sind.

stryleTZ: Wie kommt ihr zu den Produkten? Reist ihr selbst in die Länder oder wählt ihr diese online aus?

Sophie: Bisher erfolgt die Suche und Auswahl nach Produkten überwiegend online, aber eine Reise soll nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen. Wenn wir auf ein interessantes Projekt stoßen, suchen wir zunächst alle relevanten Informationen hinsichtlich der sozialen Aspekte zusammen. Wenn wir davon auf den ersten Blick überzeugt sind, nehmen wir Kontakt zu den Verantwortlichen auf und lassen uns in einem Gespräch noch mal alles ganz genau erklären. Nach abschließenden Überlegungen treffen wir dann eine Entscheidung für oder gegen eine Zusammenarbeit. Schön ist es, zu sehen, dass wir seit unserem Online-Launch auch schon ohne unser vorheriges Zutun von Menschen mit interessanten Projekten angesprochen werden.

stryleTZ: Was bedeutet amodini?

Sophie: Als wir uns einen Namen für unser Start-Up überlegten, wollten wir darin einen Bezug zu Indien schaffen, da dort ja der Beginn unseres Projektes liegt. „amodini“ ist ein indischer Mädchenname und bedeutet „glückliches Mädchen“. Und irgendwie ist es ja auch das, was wir mit amodini erreichen wollen: Durch die Unterstützung vieler Familien durch den Verkauf der fair gehandelten Produkte und das Engagement vieler unserer Partner im Bereich gegen den weltweiten Menschenhandel und die verbreitete sexuelle Ausbeutung soll im weiten Sinne zu vielen glücklichen Mädchen auf der Welt verholfen werden.

stryleTZ: Hat euch eine Geschichte besonders bewegt?

Michi: Besonders bewegt hat mich die Geschichte zum Projekt Article 22 in Laos. Während des Vietnamkrieges warf die US-Armee im Kampf gegen die Ausbreitung des Kommunismus in Indochina insgesamt 250 bis 260 Millionen Bomben auf Laos ab. Das bedeutet ein mit Streubomben gefüllten Bomber alle 8 Minuten, 24 Stunden am Tag, 9 Jahre lang. Noch heute sind insbesondere die ländlichen Gegenden voll von Blindgängern, die damals nicht oder nicht vollständig explodiert sind, was große Gefahren für Kinder beim Spielen birgt und das Land für die Landwirtschaft nicht nutzbar macht.

Bei dem Projekt Article 22 werden aus den Metallresten der entschärften Bomben von zwölf Handwerksfamilien Schmuckstücke unter fairen Bedingungen hergestellt, die cool aussehen und die Geschichte des Landes und ihrer Einwohner in sich tragen. So werden sichere und nachhaltige Arbeitsplätze in Laos geschaffen und Initiativen zur überwachten Minenräumung des Landes unterstützt.

stryleTZ: Wie ist für euch Fair Trade, Nachhaltigkeit und Konsum unter einen Hut zu bringen?

Sophie: Um Fair Trade und Nachhaltig einerseits und Konsum andererseits zu vereinen, geht es meiner Meinung nach vor allem um das Thema des „bewussten Konsumierens“. Ich glaube, wenn immer mehr Menschen anfangen, sich Gedanken darüber zu machen, was sie wirklich brauchen und zu der Erkenntnis gelangen, dass vielleicht ein neues Shirt statt drei neuer reichen, sind sie vielleicht auch bereit, einen höheren Preis für das eine Shirt zu zahlen. Damit wäre doch schon ein erster Schritt in die Richtung eines ethischen Konsumierens gemacht. Wenn dann die Nachfrage nach billiger Massenware zurückginge, wäre auch die Industrie weiter zum Umdenken gezwungen sein, so wie ja auch bereits heute der Druck auf die Textilindustrie durch erschreckende Nachrichten über die Arbeitsbedingungen in fernen Ländern wächst.

stryleTZ: Was ist euer Lieblingsprodukt?

Michi: Gerade sind wir total verliebt in die kleine Panada Clutch von JADEtribe. Sie ist so wunderschön bunt und sommerlich und mit viel Liebe zum Detail handbestickt in Thailand. Ein absolutes Must-Have für den Sommer.

stryleTZ: Welche Trends seht ihr oder setzt ihr lieber auf Klassiker?

Michi: Generell sehen wir, dass das Interesse an „eco Fashion“ immer weiter wächst. Um aber die Trends der nächsten Saison in diesem Bereich zu erkunden, werden wir im Juli natürlich auf der Ethical Fashion Show in Berlin unterwegs sein. Gleichzeitig werden wir die Berlin Fashion Week besuchen, um uns auch allgemein über die aktuellen Modetrends zu informieren. Im Moment setzen wir auf bunte Ethno Muster und verspielte Details, die den Boho/Hippie Look unterstreichen.

stryleTZ: Wollt ihr sonst noch was loswerden?

Michi: Wir haben vor wenigen Tagen eine Kooperation mit Caspalina geplant. Caspalina ist eine non-profit Organisation, die sich für schwerkranke und Kinder mit Behinderung in Deutschland engagiert. Dazu wird Ende August ein Spieleabend der Art eines Casinos veranstaltet und anschließend das dort erspielte Geld dem „Kupferhof“ des Vereins Hände für Kinder im Osten Hamburgs gespendet. Der Kupferhof ist eine Rückzugsmöglichkeit für Familien mit behinderten Kindern, um für einen Zeitraum Abstand vom Alltag gewinnen zu können. amodini wird dazu von nun an, bis zum genannten Event, pro verkauften Produkt durch Caspalina-Begeisterte, 5€ in die Kupferhof Kasse spenden. Für weitere Informationen schaut einfach auf unserer Facebookseite vorbei und macht mit!

Vielen Dank ihr beiden für das Interview. Ich wünsche euch beiden ganz viel Erfolg mit diesem Projekt und hoffe, dass sich noch mehr Menschen Gedanken über ihren Konsum machen. Die beiden Mädels haben auf jeden Fall viel angesprochen, was mich derzeit auch bewegt und über das ich am Wochenende noch mal ein paar Worte loswerden möchte.

Nun gibt’s aber noch ein Gewinnspiel hinterher: Ihr könnt ein wunderschönes Brave-Armband gewinnen. Armbänder finde ich ja gerade zur Sommerzeit auf gebräunten Handgelenken wunderschön und dass hier ebenfalls eine Geschichte dahinter steckt, versteht sich von selbst.

amodini armband verlosung

Um dieses Schmuckstück zu gewinnen, müsst ihr folgendes tun:

  • Guckt auf amodini, welches Projekt euch besonders gefällt und postet es als Kommentar.
  • Hinterlasse eine gültige E-Mail Adresse
  • Teilt das Gewinnspiel auf Facebook

Es gelten wie immer unsere Gewinnspielregeln und ihr könnt bis zum 06.07 bis um 23:59 Uhr teilnehmen. Der Gewinner wird per Mail benachrichtigt. Ich drücke euch ganz fest die Däumchen!

xxbina

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  1. Galina

    26 Juni

    Article 22

  2. Vanessa Jessika

    27 Juni

    hallo,
    ich teile euren Geschmack und mir gefällt auch die Panada-Clutch am besten.
    Die ist echt toll und der Gedanke und euer Shop auch. Ich wünsche euch viel Erfolg und drücke euch die Daumen! Viele Grüße Jessi

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