GEDANKEN ZUR FASHION REVOLUTION WEEK

Werbung/Anzeige (ich trage auf den Fotos PR-Samples)

Die Fashion Revolution Week ist so gut wie vorbei. Zahlreiche Blogposts, Insta-Stories und Events haben auf die Missstände in der Modeindustrie aufmerksam gemacht. Wir sind mitten in einer Bewegung. Die aber noch andauert und Zwischenschritte eingeht, die nicht unbedingt immer zufriedenstellend sind. Denn neben viel Aufwind und Motivation habe ich auch Frustration gemerkt. Fair Fashion ist auf dem Vormarsch, aber es wird dennoch mehr konsumiert als je zuvor. Und natürlich muss ich mich an dieser Stelle als Bloggerin, die Fair Fashion zeigt, auch hinterfragen: rege ich den Konsum noch an. Wie kann ich inspirieren und dennoch eine Message rüberbringen, die Nachhaltigkeit als optimale Lösung zeigt? Ich habe mir so meine Gedanken zur Fashion Revolution Week gemacht und möchte sie heute gerne mit euch teilen.

Die Fashion Revolution hat viel gezeigt, aber eben auch, dass wir uns immer noch in einem Wandel befinden.

Gestartet bin ich in die letzte Woche voller Vorfreude auf das, was die Fair Fashion Community alles zeigen wird. Und die Postings waren zahlreich. Wir waren noch nie so viele. Noch nie gab es so viele tolle Labels. Ich habe deswegen bei Instagram in den Stories sowohl Fair Fashion Blogger als auch faire Labels getagged. Ihr findet die Stories in meinen Highlights. Gerade dabei habe ich wieder mal gesehen, dass die Community gewachsen ist. Es gibt so viel Vielfalt bei Fair Fashion und sie steht Fast Fashion mittlerweile in nichts mehr nach. Qualitativ und optisch ist Fair Fashion eine echte Alternative geworden.

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Trotzdem weiss ich natürlich, dass die wenigsten faire Mode kaufen. Es ist immer noch ein Nischen-Thema, über das man sich erst mal infomieren muss. So viele tolle Blogs aber haben für die Konsumentinnen schon Pionierarbeit geleistet. Die Infos muss man sich noch holen, aber sie liegen schon auf dem Silbertablett. Dennoch haftet noch ein verstaubtes Image an fairer und nachhaltiger Mode. Langsam legt sich auch das in den Köpfen. Vor allem seitdem die Designer hinter den Fair Fashion Labels auch auf akutelle “Trend”-Themen reagieren.

Für die meisten großen Blogger und Influencer ist aber Fair Fashion immer noch ein Fremdwort.

Ich möchte mich nicht nur in einer Blase bewegen aus tollen Menschen, die die Welt ein wenig verändern möchten. Für modische Inspiration folge ich auch “kommerziellen” Bloggern. Und dort sieht man so gut wie nie ein Fair Fashion Teil. Und wenn, dann wird damit auch nicht geworben. Ist vielleicht zu unsexy. Dafür wird den Followen suggeriert, dass sie sich mit Teil XY ein neues Leben kaufen können. Und wir tappen alle in die Falle. Auch mir passiert das leider noch. Nur kaufe ich dann eben Fair Fashion. Aber ist das wirklich besser?

Wir haben definitiv zu viel Kleidung in unserem Kreislauf. Der Markt ist übersättigt. Das merkt man alleine daran, wenn man seine Klamotten wieder verkaufen möchte. Man muss sie regelrecht verramschen. Sonst besteht kein Interesse daran. Ist ja auch viel einfacher, sich ein komplett neues T-Shirt für vier Euro zu kaufen. Warum gebraucht? Warum nur ein Teil, wenn ich mit Tüten voll Klamotten nach Hause gehen kann. Und genau die Frustration über das Konsumverhalten wurde wieder lauter in dieser Woche. Fair Fashion zu kaufen ist also nicht die endgültige Lösung. Vielmehr müssen wir unseren Konsum überdenken.

Als Blogger verhält man sich in dieser Frage widersprüchlich.

Ja, ich versuche, bestimmte Werte zu vermitteln: Fair Fashion statt Fast Fashion. Nachhaltigkeit statt kurzlebigen Trends. Umweltschonend und tierleidfrei sollte die Klamotte heutzutage sein. Aber trotzdem zeige ich euch hier auch immer wieder neue Teile. Mache Kooperationen mit Brands, weil ich es toll finde, wie cool faire Mode geworden ist. Ich möchte für Fair Fashion begeistern. Und rege damit wahrscheinlich den Konsum eher an. Widersprüchlich ist das schon.

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Wie rechtfertige ich das? Ich glaube, dass der Wandel eine Zeit der Kompromisse ist. Wenn man die große Masse bewegen möchte, dann kann man vielleicht nicht immer so gradlinig sein, wie man es eigentlich sein sollte. Nur wenn ich zeige, wie spannend faire Mode ist, begeistere ich andere dafür. Das ist der erste Schritt. Und mit diesem Wandel kommen dann hoffentlich weitere Gedanken. Wie zum Beispiel: brauche ich dieses Teil wirklich?

Was nehme ich mit aus der Fashion Revolution Week?

Ich finde, wir sind eine wachsende und sich gegenseitig unterstützende Community. Ich hoffe, dass das weiter so bleibt und möchte auch immer weiter Empfehlungen geben. Was ich sicherlich noch mehr machen muss: den Konsum allgemein zu hinterfragen und das auch in meine Postings einfliessen lassen.

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Und was wünscht ihr euch von mir? Oder von der Fair Fashion Community? Würde mich sehr über euer Feedback freuen.

Auf den Fotos trage ich übrigens Kleidungsstücke von Thokk Thokk, die fair und nachhaltig produzieren. Die Samples wurden mir kostenfrei und bedingungslos zur Verfügung gestellt.

xxbina


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