SAVE ALEPPO

Seit einigen Tagen gehen Bilder und Videos von Menschen, die unendliche Not leiden, durch die Medien. Wir kaufen hier unsere Weihnachtsgeschenke, dekorieren Wohnungen und freuen uns auf die Festtage mit unseren Lieben. Unsere Leben sind so weit entfernt von denen der Menschen, die gerade in Aleppo um ihr Leben fürchten müssen. Das ist nicht erst seit gestern so. Und vielleicht haben wir deswegen so lange weggesehen, weil das Leiden einfach zu lange und zu viel war. Aber unser Egoismus und Selbstschutz darf nicht greifen, wir dürften nicht in Ohnmacht verfallen, wenn auch wir kleine Hebel in Bewegung setzen können.

Es ist unvorstellbar, dass die Welt zusieht, wie ein ganzes Volk leidet. Wir müssen den Menschen in Aleppo helfen mit den Mitteln, die wir zur Verfügung haben.

Mir geht es wahrscheinlich wie vielen anderen gerade. Ein dicker Kloß im Hals. Ich finde nicht wirklich die passenden Worte. Und umarme immer wieder meine kleine Tochter, weil ich so dankbar bin, dass wir hier in Frieden leben dürfen. Andere können es nicht. Unschuldig sind sie seit Jahren dazu verbannt, in einem Land auszuharren, das von der restlichen Welt keine Hilfe erwarten darf.

Viele haben bereits die Flucht ergriffen. Ob es ihnen jedoch in Ländern, die sie nicht wirklich wollen, besser geht, ist die Frage. Gerade wird im Wahlkampf über die Flüchtlingsfrage diskutiert. Und in Aleppo sterben Menschen. Alte Menschen und Kinder. Krankenhäuser werden bombardiert und die letzte Zuflucht wird den Menschen verwehrt.

Wenn ich mir vorstelle, den Platz mit diesen Menschen tauschen zu müssen, kriege ich Angst. Wie schlimm muss es sich anfühlen, wenn man keine Hilfe mehr erwarten darf? Wenn der Tod nur noch Minuten entfernt ist? Man seine Lieben nicht mehr beschützen kann. Oder alles schon zu spät ist? Die Verluste sind einfach zu groß, um sie in unserer Welt erfassen zu können…

#helpforaleppo

Eigentlich wollte ich mich heute an die Strylinks setzen. Business as usual. Aber es geht einfach nicht. Obwohl sich die Welt weiter dreht und unsere Banalitäten des Alltags nicht auf sich warten lassen. Es geht einfach nicht. Das Gefühl der Ohnmacht ist so groß. Trotzdem möchte ich es nicht Oberhand gewinnen lassen. Auch wir können hier etwas tun. Und sei es nur, ein wenig mehr Herzenswärme als sonst nach außen geben.

Gestern war ich Hamburg eine Demonstration und ich bin mir sicher, dass es noch weitere Protestmärsche in den nächsten Tagen und in den verschiedenen Städten geben wird. Setzt ein Zeichen. Schreibt Briefe an die russischen Botschaften in eurer Stadt. Lasst die Menschen nicht alleine.

Hier sind sieben Möglichkeiten, den Menschen in Syrien zu helfen.

Ich werde jetzt eine Mail an die Botschaft schicken. The White Helmets hat eine kleine Spende von mir erhalten. Meine Tochter werde ich gleich dankbar in die Arme schliessen. Den Menschen draußen werde ich ein Lächeln schenken. Und meine Gebete gehen nach Aleppo. Jetzt seid ihr dran.

xxbina


  1. *thea

    15 Dezember

    das hast du sehr schön zusammen gefasst – es ist einfach unfassbar dazusitzen und zu wissen, dass das Grauen seinen Lauf nimmt.. 🙁

    • Bina

      27 Dezember

      Ja, es ist furchtbar. Es hilft lediglich ein wenig, dass man wenigstens spenden kann.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

INSTAGRAM
FOLLOW ME
Translate »