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WESTLICHE WERTE UND WARUM ZUSAMMENHALT WICHTIGER A...

WESTLICHE WERTE UND WARUM ZUSAMMENHALT WICHTIGER ALS ANGST SEIN SOLLTE

Die schlechten Nachrichten häufen sich. Man hat kaum Zeit, eine Hiobsbotschaft zu verdauen, da kommt schon das nächste tragische Ereignis. In den Nachrichten läuft es rauf und runter. Der Terror ist nun endgültig in Deutschland angekommen. Und zerstört uns unser heiliges Fest. Nimmt uns die Vorfreude auf Weihnachten und wird vielen Menschen die Weihnachtsmärkte vermiesen. Aber viel schlimmer ist, dass einige Familien nun unterm Weihnachtsbaum um ihre Angehörigen bangen oder trauern müssen. Und dennoch wird in diesen schweren Stunden auch immer wieder über die Verteidigung westlicher Werte und Zusammenhalt gesprochen.

Eigentlich wollte ich heute einen Beauty-Post verfassen, aber angesichts der Geschehnisse gestern Abend sind mir ein paar Worte über Zusammenhalt wichtiger.

An dieser Stelle sollte eigentlich ein anderer Post stehen. Normalität im Alltag. Ein Beauty-Produkt, das ich eine Zeit lang getestet habe und nun an euch weiterempfehlen wollte. Aber obwohl die Welt sich wie immer weiter dreht, ist mir nicht nach Normalität. Und das nicht nur, weil Berlin viel dichter ist als andere Orte, an denen der Terror noch häufiger zuschlägt. Die Meldungen über furchtbare Dinge, die die Menschen einander (und anderen Kreaturen) häufen sich. Vielleicht sind es auch die Medien und die Globalisierung, die uns alles zugänglicher machen – aber 2016 kriegt zum Ende noch einen ganz bitteren Geschmack.

Dass wir uns auch in Deutschland nicht sicher fühlen sollten, ist uns allen spätestens seit Paris klar. Aber die alltäglichen Sorgen lassen uns das gerne vergessen. Bis gestern Abend. Und wenn sich schlussendlich wirklich herausstellt, dass es ein geplanter Anschlag war, dann wird sich auch hier das Leben weiter verändern. Vor allem weil bereits durch die Medien geht, dass der Fahrer ein eingereister Flüchtling aus Pakistan sein soll.

Und da sind wir wieder angekommen bei Spaltung und unserer Art, zu leben. Können wir so weitermachen wie bisher?

Auch wenn sich einiges in unserem Land verändert hat, müssen wir doch an den Glauben an einem friedlichen Zusammenleben festhalten.

Neben mir liegt meine kleine Tochter eingehüllt in einer Decke und macht ihren Mittagsschlaf. Manchmal habe ich regelrecht ein schlechtes Gewissen. In was für eine Welt habe ich sie da nur hineingeboren? Ahnungslosen Menschen werden hinterrücks Treppen hinuntergetreten, in Syrien gibt es das große Abschlachten eines ganzen Volkes und nur einige hundert Kilometer entfernt, rast ein LKW gezielt gesteuert in einen Weihnachtsmarkt. Und tötet Menschen. Und den Glauben auf eine friedliche Zukunft. Wer ebenfalls im Tierschutz aktiv ist, weiss ausserdem, dass die Grenzen dessen, zu was der Mensch fähig sein sollte, tagtäglich überschritten werden.

Wann hört das auf?

Ich frage mich oftmals, was geschehen muss, damit wir Menschen endlich nachdenken, was wir da eigentlich tun. Wie kommt es, dass es so viel Gewalt und Hass in dieser Welt gibt? So viel Zerstörung, Wut und Trauer. Und warum sind wir angesichts dessen nur so verdammt machtlos? Wir sind ja nicht mal fähig, unsere Liebsten zu schützen. Können wir überhaupt eine Veränderung in dieser Welt bewirken?

Und genau da fällt mir wieder dieser Spruch ein:

Du selbst musst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst.

Und genau das sollte unsere Motivation und unser Antrieb sein. Je dunkler die Stunden, desto dichter sollten wir zusammenrücken. Weil es unsere einzige Chance ist. Je grausamer die Taten um uns herum, desto mehr Güte müssen wir anderen zeigen. Es ist die einzige Waffe, die wir haben.

Was sind die westlichen Werte?

Ich bin mir nicht sicher, welche Werte wir genau verteidigen müssen und ob es nur westliche Werte sind. Aber ich hoffe doch, dass die meisten von uns sich Frieden wünschen. Dass wir Freiheit für uns und andere Lebewesen wollen. Und dass das Prinzip der Gleichberechtigung greifen sollte.

Ich hoffe auf ein Weihnachtswunder. Vielleicht nicht mehr in diesem Jahr. Aber wenn wir Glück haben, erleben wir es doch noch. Meine Gedanken und Gebete sind bei den Familien der Opfer und der Verletzten. Nicht nur in Berlin. Überall da, wo Gebete gebraucht werden.

xxbina

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  1. *thea

    20 Dezember

    Das einzige was uns bleibt, an diesen Werten feszuhalten. Ich frag mich immer wieder, wie es sein kann, wenn so viele Menschen einfach nur ein freidliches Leben führen wollen – die Macht- und Habgier einzelner die Spirale des Hasses immer und immer wieder enztünden kann. Heute morgen habe ich mir vorgenommen extra herzlich und nett mit meinen Mitmenschen umzugehen. Um dem Hass einen Gegenpol zu setzen. Ich wünsche dir und deiner Familie dennoch friedliche Weihnachtstage mit ganz viel Liebe <3

    • Bina

      26 Dezember

      Hey du Liebe, ich hoffe, du hattest auch ein besonders liebevolles Weihnachtsfest. Es ist schon komisch, dass der Mensch es einfach nicht schafft, Frieden auf dieser Welt zu verbreiten… Da müssen diejenigen, die sich das wünschen, mit besonders viel Liebe gegen ankämpfen.

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