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ZERO WASTE PROJECT // ERSTE ERFAHRUNGEN UND TIPPS

ZERO WASTE PROJECT // ERSTE ERFAHRUNGEN UND TIPPS

Wir sind (noch) ein Zwei-Personen-Haushalt mit drei Haustieren. Und bei uns fällt unfassbar viel Müll an. Ich fand schon länger, dass das auf keine Kuhaut geht und ein paar kleine Veränderungen haben wir nach und nach eingeführt. Aber so richtig effektiv hat sich das dennoch nicht angefühlt. Ich habe mir also vor unserem Urlaub in Schweden einen Zero Waste Ratgeber zur Unterstützung besorgt (hier geht’s zur Buch Review). Wie es mir seitdem ergangen ist, was sich noch verändert hat und was sich weiterhin verändern wird, fasse ich für euch heute endlich mal zusammen.

Weil ich unseren Müllverbrauch nicht mehr ertragen konnte, beschloss ich, mich mit Zero Waste zu befassen.

Wie ich ja bereits oben erwähnt habe, haben wir vorab schon ein paar kleine Veränderungen getroffen. Dazu gehört unter anderem das Abo der Grünen Kiste, die uns Bio- und Demeter-Gemüse aus der Region wöchentlich frisch liefert. Das Abo kann man ganz individuell nach seinen Wünschen gestalten und ein solches Angebot gibt es mittlerweile wohl in jeder Stadt Deutschlands. Ist besonders empfehlenswert, wenn beide berufstätig sind. Dann haben wir uns einen Soda Stream bereits vor einiger Zeit gegönnt, um nicht ständig Mineralwasser hin- und herschleppen zu müssen und auch hier Plastik zu vermeiden. Zum Einkaufen habe ich meistens einen Jutebeutel dabei gehabt. Falls ich mal eine Plastiktüte benutzt habe, wurde sie danach nochmals als Müllbeutel verwandt.

  • Abo der Grünen Kiste
  • Soda Stream für Mineralwasser
  • Jutebeutel zum Einkaufen

Was bedeutet Zero Waste für mich?

Das klingt jetzt nicht nach wirklich vielen Maßnahmen. Aber man bedenke, dass wenn jeder ein bisschen macht, schon viel passieren kann. Nun gut, mir hat das jedenfalls auch nicht gereicht. Also habe ich, nachdem ich den Ratgeber gelesen habe, erst mal eine Bestandsaufnahme gemacht. Was bedeutet Zero Waste für mich? Was kann ich schaffen? Und wo sind meine Schwachstellen?

Absolute Schwachstelle sind spontane Einkäufe im Supermarkt und die Verpackungen vom Onlineshoppen. Das Ziel war also, hier so weit es geht, zu reduzieren. Erst muss aber aufgebraucht werden und da sind wir gerade in der Übergangsphase.

Erste Anschaffungen

Um Zero Waste als Projekt anzugehen, mussten erst mal ein paar Dinge angeschafft werden. Das war für mich auch paradox, aber ich versuche nun, einfach langfristiger zu denken.

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Hier ist eine Liste mit Dingen, die man für weniger Müll unbedingt im Haus haben sollte:

  • Jutebeutel
  • kleinere Stoffbeutel für Brot und Kartoffeln
  • diverse Einmachgläser in verschiedenen Größen
  • Etikettiermaschine
  • Sprühflasche für Reinigungsmittel
  • Stofftaschentücher
  • Schwämme und Tücher zum Abschminken
  • To-go-Becher
  • Hochleistungsmixer

Erste Tipps für Zero Waste

Mit diesen wenigen Utensilien kann man schon den Einstieg in einen Lifestyle mit weniger Müll schaffen. Hier sind meine Tipps für die ersten Schritte:

Einkaufen

Ich plane meine Einkäufe nun besser. Neben der Grünen Kiste versuche ich mindestens 1x die Woche auf den Markt zu gehen und dort nehme ich dann Einmachgläser und Stoffbeutel zum Einkaufen mit. Obst und Gemüste kriegt man dort sehr einfach ohne Verpackung. Und Oliven (oder auch Käse) kann man sich in die Einmachgläser abfüllen lassen.

Im Supermarkt verzichte ich beim Obst- und Gemüsekauf auf die kleinen Plastiktüten und lege die Ware direkt so auf das Laufband.

In Hamburg gibt es noch keinen richtigen verpackungsfreien Supermarkt, aber einige Sachen wie Nüsse, Nudeln etc. gibt es schon verpackungsfrei bei Twelve Monkeys oder Erdkorn.

Zum Bäcker nehme ich für frisches Brot immer einen kleinen Jutebeutel mit uns lasse mir das Brot direkt dort reingeben. Einfach fragen und es funktioniert auch bei Brötchen sehr gut. Wir haben nun ausserdem eine Brotbox Zuhause, in der das Brot für einige Tage frisch bleibt.

Ansonsten versuche ich bei Einkäufen Plastik weitesgehend zu vermeiden und kaufe eher Sachen aus Mehrweg-Gläsern. Zu 100% gelingt mir das noch nicht, aber ich arbeite weiter dran und bald soll wohl auch ein verpackungsfreier Supermarkt nach Hamburg kommen. Ausserdem mache ich viel mehr Sachen nun selbst (wie Marmelade und Pflanzenmilch)

Kosmetik

Ich habe unzählige Kosmetikprodukte. Gerade auch durchs Bloggen probiere ich gerne neue Produkte aus. Dabei achte ich bereits darauf, dass sie tierversuchsfrei und größtenteils auch vegan sind. Nun habe ich mir vorgenommen, viele Alltagsprodukte wie Deo etc. selber zu machen. Ich werde auch weiterhin schöne Produkte, die auf Tiere und Umwelt Rücksicht nehmen, testen und darüber schreiben. Denn ich denke, dass man auch die Bemühungen der Unternehmen loben sollte. Einiges hat sich trotzdem schon im Badezimmer geändert.

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Ich benutze unter der Dusche Olivenölseife (die ist ohne schädliches Palmöl) und zum Haarewaschen mische ich Roggenmehl mit Wasser und spüle mit Apfelessig und kaltem Wasser nach. Das klappt wirklich wunderbar und ist eine ziemliche Öko-Dusche, mit der man aber genauso sauber wird wie vorher.

Zum Abschminken versuche ich größtenteils nur wiederverwendbare Schwämmchen und Tücher zu nehmen. Für’s Entfernen des Augen-Make-ups eignet sich wunderbar Kokosöl. Ausserdem werde ich bald die Gesichtsseife von Binu ausprobieren. Wenn ich meine diversen Cremes aufgebraucht habe, werde ich auch hier mich nach selbstgemachten Alternativen umsehen.

Unsere Papiertaschentücher wurden durch Stofftaschentücher ausgetauscht und das klappt auch wirklich wunderbar und hat sich nicht wirklich nach einer krassen Umstellung angefühlt.

Haushalt

Einige Putzmittel sind nun bereits ersetzt und ich werde nach und nach auch Rezepte dafür hier posten. Ansonsten auch hier darauf achten, dass man die Putzlappen waschen kann anstatt sie wegzuschmeissen. Die Spülbürste ist aus Holz und mit einem austauschbaren Bürstenkopf.

Naja, und wer einen Coffee-to-go haben möchte, sollte sich eben einen Becher einpacken. Denn das ist auf jeden Fall eine große Müllquelle. Kaffeeautomaten mit Kapseln unbedingt vermeiden (wir verwenden mittlerweile nur noch eine French Press Kanne) und den Tee braucht man auch nicht in Beuteln kaufen, sondern kann ihn direkt im Fachgeschäft besorgen. Einfach Gefäße mitbringen und dort abfüllen lassen.

Zeitschriften wollen wir uns zukünftig übers iPad abonnieren. Noch habe ich damit nicht angefangen, gebe die Zeitschriften aber immerhin an meine liebe Nachbarin weiter – quasi ein geteiltes Abo.

Ich hoffe, euch haben meine ersten Tipps gefallen und ich werde euch in regelmäßigen Abständen über die kleinen und großen Fortschritte auf dem Laufenden halten. Vielleicht habt ihr ja auch Tipps für mich – immerhin bin ich ja auch noch ein blutiger Anfänger und freue mich auf Inspiration.

xxbina

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  1. Lena

    17 Oktober

    Danke für die hilfreichen Tipps! Ein paar der Maßnahmen führe ich auch schon durch, aber ich bin auch noch weit entfernt davon zero waste zu leben. Mein Deo mache ich mittlerweile auch immer selbst 😉

    Liebe Grüße
    Lena | http://www.healthylena.de

  2. Christine

    18 Oktober

    Diese Kapseln bei Kaffeemaschinen nerven mich auch total! Wenn man die in einem Büro stehen hat, entsteht einfach soooooo viel Plastikmüll!
    Ansonsten versuchen wir schon aufzupassen, aber manche Dinge sind auch einfach so dermaßen bescheuert verpackt… da kriegt man beim Einkaufen manchmal echt eine Krise. Neulich haben die einfach die Teebeutel auch noch in der Schachtel einzeln in Plastik verpackt (und ja, früher waren die so nicht verpackt, die haben das wohl geändert).

  3. *thea

    18 Oktober

    Liebe Bina – ich musste doch sehr schmunzeln – gerade bei deinen ersten Maßnahmen habe ich gedanklich mit dem Kopf mit abgehakt. Gerade Ökokiste und Sodastream sind zwei Dinge, die nicht – wie öfter bei Nachhaltigkeit – umständlicher sind. sondern sogar bequemlicher! Ich frage mich bis heute warum ich so oft Plastikflaschen in den vierten Stock ohne Aufzug geschleppt habe nur um etwas Sprudel zu bekommen. Beim Einkaufen handhabe ich es wie du – entweder Wochenmarkt oder zum türkischen Supermarkt. In München gibt es seit diesem Jahr einen unverpackt Laden und da schaue ich ca. einmal im Monat vorbei und fülle trockene Sachen wie Nüsse, Nudeln und Müsli ab. Ich muss auch bald mal meinen Blogpost schreiben- beim Putzmittel hab ich noch nicht angefangen – und freue mich auf deine Rezepte. Alles liebe auch für die bald anstehende Geburt. Liebe Grüße *thea

  4. ColourClub

    18 Oktober

    Toller Post! Danke vielmals für die Tipps! Ich werde wirklich versuchen, zumindest einige davon, in meinem Alltag zu integrieren. 🙂

    Liebe Grüße

    Borislava von ColourClub.at

  5. danke für den interessanten Beitrag
    http://carrieslifestyle.com

  6. bianca

    20 Oktober

    wie toll, ich finde solche umstellungen so klasse. ich muss auch am wochenende einem kleinen laden wo man nudeln kiloweise kaufen kann einen besuch abstatten ….ich esse dafür einfach zu viele nudeln als dass ich jedes mal eine plastik packung kaufen kann …das wird mein erster weg zumindest in richtung „weniger waste“ 🙂

    alles liebe
    bianca
    http://www.worryaboutitlater.com

  7. Lea

    21 Oktober

    Das waren alles wirklich sehr hilfreiche Tipps, besonders sich eine Abo Box anzuschaffen. Ich habe zwar schon öfter davon gehört aber nie daran gedacht, dass es ja auch müllvermeident ist. Super Artikel, danke dafür 🙂

  8. Rebecca

    18 November

    Das ist wirklich ein tolles Projekt! Mir ist heute erst aufgefallen, wie viel Müll wir selbst nur zu zweit in einer Wohnung erzeugen und habe mir fest vorgenommen, einige dieser Aspekte auch anzuwenden! Danke für diesen interessanten Beitrag 🙂
    Liebste Grüße,
    Rebecca von http://becciqueeen.blogspot.de

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