READING

REFUGEES WELCOME // ON MY MIND

REFUGEES WELCOME // ON MY MIND

Refugees Welcome, Flüchtlinge, on my mind, Kolumne, News, Weltgeschehen, Aktuelles, Blog, stryleTZ

Ob wir Flüchtlinge willkommen heissen oder nicht, diese Frage stellt sich für mich nicht. Denn wer ein empathischer Mensch ist, der kann sich sicher in die Lage versetzen, in die diese Menschen unfreiwillig gekommen sind. Jeder einzelne von uns kann in eine solch schlimme Lage kommen und wenn Flucht die einzige Möglichtkeit ist, sein Leben und das der Liebsten zu retten, dann kann man sich vorstellen, wie schlimm es in der Heimat der Flüchtlinge zugehen muss. Wir hingegen sitzen im wahren Schlaraffenland und haben wirklich kein Grund zu murren. Enger zusammenrücken, statt Vorurteile und Ängste zulassen. Deswegen gibt es heute seit langer Zeit mal wieder eine Kolumne: Refugees Welcome!

Refugees Welcome. Es sollte sich nicht mehr die Frage stelle, ob Flüchtlinge bei uns willkommen sind, sondern was wir tun können, damit sie dies auch merken.

Leider hört man immer wieder, dass es Menschen gibt, die sich dagegen aussprechen, dass Flüchtlinge bei uns aufgenommen werden. Ich kann solche Gedankengänge nicht mal nachvollziehen, will solchen Leuten keinen Raum und keine Plattform geben und mich eigentlich nicht mit solchen Kleingeistern befassen. Ich weiss aber, dass es diese Meinungen gibt. Und genau deshalb müssen die, die offen und “normal” denkend sind, gegen ein solches Gedankengut einstehen. Einem wird oft beigebracht, dass man höflich sein muss. Aber tolerant gegen Intoleranz braucht niemand sein. Macht euren Mund auf und lasst euch nicht einschüchtern, wenn sich Kleingeister lautstark Luft machen. Ein solches Klima darf es einfach nicht mehr geben, wir sollten doch wirklich anhand der Geschichte dazu gelernt haben.

Da sich für mich die Frage niemals gestellt hat, ob Flüchtlinge hier willkommen sind, möchte ich mich nun einbringen und meine Augen und Arme für diese Menschen öffnen. Und ich weiss, dass es viele so geht, viele aber nicht wissen, wie sie sich einbringen können. Deswegen habe ich mal einige Punkte aufgestellt, wie wir gemeinsam helfen können. Wir würden uns ja auch wünschen, dass wir mit offenen Armen empfangen werden, wenn wir jemals in eine solche Situation kommen würden. Einige “Einschränkungen” werden für uns wohl zu ertragen sein, Krieg, Angst und Traumata sind für niemanden zumutbar.


Maddie von Dariadaria nimmt sich dieses Thema auch sehr zu Herzen und hat ihre Gefühle in einem Video zusammengefasst. Ich finde, sie hat es mehr als treffend formuliert. Wer von euch aus Wien kommt, kann sie übrigens direkt anschreiben, denn sie sammelt Spenden und fährt auch regelmäßig in ein Flüchtlingslager nach Traiskirchen. Dort sollen die Umstände erschreckend sein, mehr Infos hierüber erfahrt ihr aber lieber von Maddie, die sich näher mit der Problematik dort auseinander gesetzt hat.

Einen schönen Beitrag hat auch Elisa von Zunder geschrieben, den man sich unbedingt mal durchlesen sollte. Nun komme ich aber zu ein paar Punkten, wie ihr helfen könnt:

  • Sachspenden sind immer sehr beliebt, aber es sollten schon die richtigen sein. Mittlerweile kristallisiert sich schnell raus, dass wir Deutschen gerne Kleidung spenden. Gefühlt ist davon am meisten da. Für die Männer kann man pauschal sagen, dass kleinere Größen wie S und M lieber genommen werden. Bei den Damen eher “bedecktere” Kleidungsstücke wie lange Röcke, Leggings, langärmlige Shirts. Alle Kleidungsstücke sollten gewaschen sein und so erhalten, dass ihr sie selbst noch tragen würdet. Wir haben heute beim Sortieren von Sachspenden geholfen und ich kann euch sagen, dass nicht jeder hilfreich aussortiert hat. Schlabberige Tanktops mit Löchern und ungewaschene Unterwäsche kommen vor. Die Krönung war ein Vibrator, der gespendet wurde. Da weiss ich nicht, was in manchen Köpfen vor sich geht. Weiterhin werden gebraucht: Sportschuhe in allen Größen für Kinder und Erwachsene, Bettwäsche und Handtücher (gewaschen), Regenjacken, Flip Flops und Badelatschen, Regenschirme, Koffer und Reisetaschen, Kinderwagen, Transportschalen und Buggys, Fahrräder und Roller, Unterwäsche und Socken (bitte ungetragen), Hygieneartikel wie Shampoo, Zahnpasta, Feuchttücher, Binden und Tampons, Babynahrung, Schreibblöcke und Papier, Material zum Malen (für Kinder) und Bälle. Bitte haltet euch bei Sachspenden größtenteils an diese Liste, sonst ist es für die Helfer wahnsinnig schwer zu organisieren. Eine Abgabestelle findet ihr schnell in euerer Stadt. In Hamburg kann man derzeit direkt zu den Messehallen zu Tor 6. Dort werden auch immer Helfer benötigt, die die Sachspenden organisieren. Traut euch einfach.
  • Es gibt viele Bürgerinitiativen, die Hilfe in verschiedenster Form anbieten. Fragt einfach mal nach. Dort kann man euch weiterhelfen. Auf dieser Seite kann man sich über die Flüchtlingshilfe in Hamburg informieren, ich bin mir sicher, dass eure Stadt auch so eine Seite eingerichtet hat.
  • Wenn ihr ein WG-Zimmer zu vermieten habt, denkt doch evtl. mal darüber nach, es an einen Flüchtling zu vermieten. Ihr braucht keine Angst haben, dass ihr dann keine Miete mehr bekommt, aber informiert euch doch einfach auf dieser Seite.

Generell möchte ich euch nahe legen, mit einem offenen Herzen durch die Welt zu gehen. Ein Lächeln kann flugs Vorurteile abbauen. Diese Menschen sind wie wir, nur dass sie in einer schweren Lage sind. Sie wollen nicht mit Mitleid behandelt werden sondern auf Augenhöhe, wollen die Möglichkeit auf einen Neuanfang haben und die Chance haben, einen Beitrag zu leisten. Es sind keine Sozialschmarotzer. Unsere Behörden lassen es nur meist nicht schnell zu, dass diese Menschen gleich ein Teil dieser Gesellschaft werden können. Helfen wir ihnen dabei. Es ist doch so einfach.

Refugees welcome.

Habt noch einen schönen Sonntagabend und nehmt euch fünf Minuten um mal darüber nachzudenken, was ihr euch wünschen würdet, wenn ihr in ihrer Situation wärt.

xxbina


Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

INSTAGRAM
FOLLOW ME
Translate »