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STRYLETZ GOES VEGANER, NACHHALTIGER, FAIRER

STRYLETZ GOES VEGANER, NACHHALTIGER, FAIRER

Kolumne veganer nachhaltigerEs gibt diese Zeiten, wo man sich einfach nur noch in der ewig gleichen Routine befindet und durch irgendein Ereignis wird diese plötzlich aufgebrochen und man kriegt einen Schub neuen Elan. So erging es mir in der letzten Woche. Die letzten Monate war ich so gut beschäftigt, dass mir manches ehrlich gesagt über den Kopf wuchs und auch stryleTZ war ein Kraftakt – aber ein schöner, sonst hätte ich ja auch nicht so viel Zeit und Energie investiert. Aber durch die knappe Zeit schrumpfte die Leidenschaft für mein Herzenprojekt ein wenig. Und eines soll stryleTZ niemals werden: eine Belastung und schnöder Alltag. Ich habe damals dieses Blogazine gegründet, um ein sinnvolles und schönes Projekt zu haben. Und ein großer Teil davon war, dass ich meinem Blog auch eine Stimme verleihen möchte und vielleicht dazu animiere, um Dinge zu hinterfragen , zu ändern und vielleicht besser zu machen.

Wer sich hierhin schon öfters verirrt hat, wird mit Sicherheit gemerkt haben, dass ich ein Herz für Tiere habe. Leider ist wie so oft die Zeit ein Faktor, weswegen ich mich nicht so für Tiere einsetzen kann, wie ich möchte. Aber ein wenig Zeit knapsel ich immer ab und ein bisschen klappt dann schon. Ich würde aber gerne wieder konsequenter sein und wie es der Zufall so will, hat mich der Artikel von DARIADARIA in diesem Vorhaben total beflügelt. In diesem Beitrag hat die gute Maddie wahnsinnig viele Aspekte genannt und ist genauer darauf eingegangen, die mir auch sehr oft durch den Kopf schwirren, die ich aber manchmal – aus rein egoistischen Gründen – außer Acht gelassen habe. Aber es ist ja nie zu spät, sich daran zu erinnern und zu versuchen, es besser zu machen.

Bis jetzt habe ich auf stryleTZ (fast) nur vegane Rezepte gepostet und auch versucht, den Aspekt der veganen Ernährung euch näher zu bringen. Vielleicht hat euch ein Rezept ja gefallen und ihr habt es nachgekocht, anstatt Fleisch auf den Teller zu bringen?! Dann wäre es die Mühe bereits wert. Dass ich Kosmetik nun bewusster kaufen und konsumieren will, habe ich mir zum neuen Jahr vorgenommen. Ein wichtiges Kriterium für mich war, dass die Produkte nicht an Tieren getestet wurden. Aber ich denke, auch hier kann ich noch mehr auf die Produkte achten und sie besser durchleuchten. Bei Kleidung hingegen habe ich immer die große Ausnahme gemacht. Da war das Modemädchen in mir stärker. Aber ich habe tief in mich hineingehorcht und beschlossen, dass ich mich hier ordentlich am Schlawittchen packen muss und genauer hinsehen will, was ich da eigentlich kaufe. Ich werde hierbei auf jeden Fall darauf achten, meinen Lederkonsum gen 0 zu generieren.

Ich möchte euch hier mehr Alternativen aufzeigen. Es gibt so viele vegane Labels und Labels, die fair und nachhaltig produzieren. Ich werde in den nächsten Wochen eine feste Seite einrichten, mit den Labels und Shops und euch nach und nach in Beiträgen diese auch ausführlicher vorstellen. Aber bitte seid gnädig mit mir, denn ich habe noch Produkte und Kleidungsstücke, über die ich noch nicht geschrieben habe, die ich mir aber vor diesem Vorhaben bereits zugelegt habe. Ich werde keine Produkte wegschmeissen, nur weil sie vorher da waren. Es wird hier also einfach mehr Information zu den Produkten geben und ich hoffe, dass ihr meine Reise zu einem besseren Konsumverhalten mitbegleiten werdet. Vielleicht (oder sogar mit Sicherheit) gibt es ja auch einige, die sich besser auskennen als ich und die mir da noch den einen oder anderen Tipp geben können. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir gegenseitig voneinander lernen können. Was meint ihr?

Warum ich das tun will? Nun ja, es geht letztendlich darum, nicht die Augen zu verschliessen. Wer zu sich und anderen ehrlich sein will, der muss einfach sehen, dass unser Verhalten auf Dauer so nicht geht. Wir sind eine Gesellschaft, die so viele Ressourcen verbraucht und eine Menge Leid in Kauf nimmt, um ein schönes, angenehmes Leben zu haben. Wir müssen einfach umdenken. Wer von uns war schon mal in einem Schlachthaus und hat die grausamen Vorgänge dort gesehen? Eben! Ich denke, wenn jeder sich das Grauen dort ansehen würde, würde viel weniger Fleisch auf dem Teller liegen. Wir haben die Relation zu diesem Produkt vollkommen verloren. Eine Wurst ist für uns nicht mehr ein lebendes Tier, das ähnliche Gefühle wie wir hat, das leiden und lieben kann und das es einfach nicht verdient hat, so zu leben und zu sterben. Punkt! Es geht hier nicht um eine radikale Einstellung, es geht um Respekt vor dem Leben. Und ich denke, da kann man nicht “radikal” genug sein. Der Mensch darf vor Leid nicht die Augen verschliessen, nur weil es hinter Mauern stattfindet. Ich könnte euch zahlreiche grausige Geschichten erzählen, die dies noch untermauern würden, aber ich denke, die meisten wissen eigentlich Bescheid. Sonst guckt euch bitte die Doku an, die DARIADARIA in ihrem Beitrag gepostet hat.

Ich selbst ernähre mich jetzt vegetarisch seitdem ich 14 Jahre bin und habe keinerlei Mangelerscheinungen. Seit über zwei Jahren ernähre ich mich nun zu 90% vegan. Und auch dadurch ging es mir keinesfalls schlechter. Nur besser. Warum ich mich nicht zu 100% vegan ernähre? Weil es für die anderen meist schwierig ist. Klingt blöd und ist eigentlich kein Argument, ist aber so. Ich merke immer noch, wie oft Leute es merkwürdig finden, dass ich keine Tiere essen möchte. Und blöde Sprüche kriege ich am laufenden Band gedrückt. Wenn ich also woanders eingeladen bin, dann esse ich wieder tierische Produkte. Ich merke  dann aber eigentlich immer, dass es mir nicht wirklich besser dadurch geht. Warum sollte ich also anderen Leuten den Gefallen tun? Ich denke, auch hier muss ich konsequenter sein. Was ich euch aber eigentlich sagen wollte: Wenn ich von anderen höre “Ich könnte das nicht. Ich brauche mein Fleisch” dann ist das leider eine Ausrede. Es geht um einen Beschluss und Konsequenz, was manchmal nicht einfach ist und man muss sich immer wieder überwinden. Aber es geht und es lohnt sich. Ich will hier auch niemanden zwingen, eine komplette Wendung hinzulegen, aber horcht doch mal in euch hinein und probiert wenigstens ein bisschen was, bevor ihr es vollkommen ablehnt. Überlegt euch, welche Konsequenzen unser Handeln hat. Ich denke, niemand würde es wollen, wenn man das Resultat direkt vor Augen hätte. Versperrt euch nicht davor.

Wenn ich mir unseren Sunny so ansehe, der einfach zur Familie gehört und bei dem gar nicht hinterfragt wird, ob er eine eigene Persönlichkeit und Gefühlswelt hat, dann mag ich mir gar nicht vorstellen, dass andere Tiere so sehr leiden müssen. Für uns ist es nur eine kleine Umstellung, aber für die Tiere und unsere Umwelt hätte es gewaltige Auswirkungen. Ich freue mich darauf, mir wieder mehr auf die Füße zu treten und hoffe, dass ich euch damit ein wenig inspirieren kann und es so leichter wird, besser zu konsumieren.

So, das war mein Wort zum Sonntag. Das vegane Weekend-Cooking fällt heute aus, wird aber nachgereicht. Dieser Redeschwall musste einfach raus. Und wenn ihr Anregungen, Kommentare, Zweifel, Tipps oder was auch immer habt: her damit. Ansonsten legt die Füße hoch und vielleicht denkt ihr ja auch bereits übers Vegansein nach und brauchtet nur mal ne kleine Anregung. Macht’s euch schön.

xxbina


  1. Anni

    16 April

    Ein toller Beitrag liebe Bina 🙂 Ich habe das Gefühl, dass alle die selbst Verantwortung für sich und die Umwelt übernehmen wollen Stammleser bei DariaDaria sind 😉 Ich finde es toll, dass immer mehr und mehr Bloggerinnen auf Fair Trade, Nachhaltigkeit und Vagane Alternativen aufmerksam machen! Ich hoffe zusammen können wir echt was bewegen! 🙂

    Liebste Grüße,
    Anni

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