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ÜBER STELLA MCCARTNEY UND WARUM MODE NICHT IMMER G...

ÜBER STELLA MCCARTNEY UND WARUM MODE NICHT IMMER GUT IST

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Letzten Sonntag habe ich über Fast Fashion geschrieben. Ich hoffe, ihr habt euch die Zeit genommen, diesen Artikel zu lesen. Denn gleich am Dienstag ging es auf Arte weiter mit Berichten über die Modeindustrie und deren Schattenseiten. Die Ausbeutung der Arbeiter und die Auswirkung auf die Umwelt. Wenn man sich angesehen hat, wie die Gerbereien in der Lederindustrie ihre Abwasser entsorgt haben, kann einem nur schlecht werden. Da ist mein Gewissen auch nicht wirklich beruhigt, dass ich seit April diesen Jahres keine Lederprodukte mehr kaufe. Und genau deswegen freue ich mich sehr, über meine liebste Designerin Stella McCartney zu schreiben.

Für mich ist Stella McCartney die innovativste Desigerin überhaupt – und dafür braucht es kein extremes Äußeres oder Provokation der Designerin.

Das Label Stella McCartney gibt es bereits seit 2001 und sie ist die erste Designerin, die mit ihrer Philosophie, kein Leder und kein Pelz in ihren Kollektionen zu verwenden, in der High Fashion ernst genommen wurde. Auch setzt sie sich für die verbesserung der Arbeitsbedingungen ein und als die Tierrechtsorganisation PETA ihr eine Undercover-Recherche über die Produktion von Wolle zeigte, sagte sie gleich zu, in zukünfitgen Kollektionen ebenfalls auf Wolle zu verzichten. Somit wird Stella McCartney quasi immer mehr zum Luxus-Vegan-Label.

Ich habe mal in einem Interview mit ihr gelesen, dass sie auch in ihrem Office auf faire Bedingungen achtet, was bei der Stromgewinnung anfängt und dass sie durch diese Prinzipien  sicherlich auch auf Umsatz verzichtet, dies aber gerne tut, um ihrer Philosophie treu zu bleiben.

Wer zynisch ist, könnte jetzt auch sagen, dass es für so eine priviligierte Tochter einfacher ist, sich auf diesem Wege durchzusetzen. Stella wurde von ihrem Vater und ihrer Mutter, die beide Vegetarier waren, aber so erzogen, dass sie Respekt vor Tieren hat. Für mich ist das die innovativste Form von coolem Design. Mit Respekt vor Tieren und der Umwelt – auch auf die Gefahr hin, weniger Umsatz zu generieren. Da kann sich ein Galliano, eine Westwood und sogar ein Herr Lagerfeld gehackt legen.

Zudem finde ich ihr Design sehr ansprechend. Meiner Meinung schafft sie es, Trends zu kreieren, die dann sogar zu zeitlosen Klassikern werden – wie die Falabella oder die Platform-Loafer.

Wie viele Mädels hatte ich bis vor gar nicht allzu langer Zeit noch den Traum nach einer echten Chanel Handtasche. Die Auseinandersetzung mit der Modeindustrie und den Tierhaltungsbedingungen aber hat mich dazu gebracht, kein Leder mehr konsumieren zu wollen. Auf der Recherche nach schönen, veganen Handtaschen bin ich immer wieder auf die Modelle von Stella McCartney gestoßen und habe bereits bei drei Taschen zugeschlagen. Diese Taschen sind so besonders und qualitativ hochwertig, dass sie mich die nächsten Jahre (hoffentlich Jahrzehnte) begleiten werden und auch preislich liegen sie deutlich unter einer Chanel. Auch bei Schuhen bin ich von Stella McCartney überzeugt, Hochwertige Kunstleder-Schuhe zu produzieren ist nicht unbedingt einfach und ihre Treter sind einfach besonders.

Bei normaler Kleidung muss ich sagen, dass es einfach noch über meinem Preislimit liegt, aber es ist ja auch nicht verkehrt, noch ein paar unerreichbare Träume zu haben.

Ich hoffe, dass ich euch mit diesem Artikel über Stella McCartney eine kleine Freude gemacht habe und euch vielleicht dazu anrege, euch mehr auf die Suche nach Alternativen zu machen und sich über die Designer und Labels besser zu informieren.

Geniesst euren Sonntagabend.

xxbina


  1. *thea

    26 Oktober

    Danke für den Hinweis auf Stella – und deinen Artikel zu Fast Fashion. Ich finde es toll, auch hier mehr über nachhaltige Mode und das Thema Fast Fashion zu lesen- ich denke je öfter man auf das Thema stößt, desto präsenter und realer wird es.Und je mehr Ideen und kreative Vorschläge aus der Bloggerwelt kommen, desto besser. Ich bin unterschwellig auch immer wieder mit Gedanken dazu beschäftigt und hatte letze Woche, als ich mal wieder zwei Dokus zu dem Thema gesehen habe, auch das Bedürfnis darüber zu schreiben und meine Gedanken zu konsum und Verantwortung zu ordnen.. hier der Link, falls es dich interessiert und Grüße aus München!

    • Bina

      26 Oktober

      Vielen Dank für deinen lieben und ausführlichen Kommentar zu diesem Thema. Deinen Beitraf werde ich mir selbstverständlich auch gleich ansehen!

  2. Lena

    30 Oktober

    Danke für diesen Artikel! Ich finde es super, was Stella McCartney macht. Klar liegen die Sachen auch völlig außerhalb meines Preisrahmens, aber sie regt die Fashion-Industrie auf jeden Fall zum Umdenken an. Ich habe vor kurzem den Film True Cost auf Netflix gesehen und war mal wieder erschüttert, was eigentlich hinter den Kulissen so abgeht. Bei Leder ist es ja nochmal besonders grausam. Das möchte ich wirklich nicht unterstützen.

    Liebe Grüße
    Lena | http://www.healthylena.de

    • Bina

      30 Oktober

      Danke für deinen Kommentar hierzu. So geht es mir auch. Gerade wenn Tiere betroffen sind, bin ich raus. Diese Ausbeutung von Mensch, Natur und Tier in der Mode sollte aufhören. Und bei Stella McCartney sieht man ja, dass es anscheinend auch anders funktioniert.

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