WELCOME GIRLS

Warum Girls fragt ihr euch? Nun schlaue Füchse werden bei dem Titelbild schnell gemerkt haben, dass es sich nicht um die Ankunft von Zwillingen handeln kann. Unser Mädchen im Bauch hat ja ausserdem noch ein paar Wochen Zeit. Und genau deswegen wird uns im nächsten Monat ein anderes Mädchen besuchen. Ich habe in den letzten Posts am Rande immer wieder durchsickern lassen, dass ich im Mutterschutz ein weiteres “Projekt” habe. Nun lüfte ich das Geheimnis und sage voller Stolz, dass wir ab diesem Wochenende einen kleinen Hund aus Rumänien zur Pflege haben werde. Wie das Ganze funktionieren soll, warum ich mich gerade in dieser Zeit dafür entschieden habe und die ersten Reaktionen auf mein Vorhaben, will ich euch nicht vorenthalten.

In den nächsten Wochen darf ich mich gleich auf zwei neue Girls freuen.

Wer mich privat ein bisschen näher kennt, der kommt nicht umhin zu merken, dass mein Herz dem Tierschutz gehört. Das war schon immer so. Aber in den letzten Jahren und Monaten konnte ich das ein wenig intensivieren. Leider nie so sehr, wie ich gerne gewollt hätte. Ihr kennt das sicherlich, dass der Beruf der Leidenschaft oft im Wege steht. Ich habe aber die letzten Wochen bereits auf den Mutterschutz hingefiebert und da ist mir in den Sinn gekommen, dass ich diese Zeit auch nutzen möchte, um mein Engagement ein bisschen weiter auszubauen.

Wie der Zufall so will, kam zu dieser Zeit auch ein Notruf von der Tierschutz Organisation ein, die ich bereits länger aus der Ferne unterstütze. Bei SOS Dogs Romania ist akuter Notstand ausgebrochen. Ana-Maria, ein rumänisches Mädchen, das bereits seit 2013 Hunde von der Straße rettet (ein ausführliches Interview mit ihr gibt es hier), hat zwar schon ein eigenes Shelter in diesem Jahr gebaut, trotzdem platzt es aus allen Nähten. Über die Sommerferien sind kaum Spenden eingegangen und auch die Adoptionen liefen schlecht.

Ich wollte einfach helfen. Es war keine lange Überlegung, aber ein lang gehegter Wunsch, der sich wieder lauter bei mir meldete. Einen Hund pflegen, ihn sozialisieren und ihm alles geben, was wir unserem Sunny geben können – das wollte ich schon immer machen.

Die erste Hürde war, den Liebsten zu überreden, einen Pflegehund für ein paar Wochen bei uns aufzunehmen. Und natürlich hielt er mich für komplett verrückt. In dieser Phase? Ich solle doch endlich mal die Schwangerschaft in Ruhe geniessen, wo ich nicht mehr arbeiten muss. Und überhaupt. Ein weiteres Tier in unserer Wohnung?

Er hatte ja recht, aber ich kann eben auch sehr überzeugend meine Argumente vortragen.

Für mich ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, einem kleinen Hund aus Rumänien die nötige Aufmerksamkeit zu schenken.

Endlich habe ich Zeit, um mich ausgiebig um einen weiteren Hund zu kümmern. Ich bin zwar schwanger, aber nicht krank und Bewegung ist nicht nur gut für mich, sie gehört auch unbedingt in meinen Alltag. Wenn unser Kind erst mal da ist, wird der Fokus wieder ganz woanders sein. Aber die Wochen, bis es soweit ist, kann ich noch für meinen Traum nutzen.

Einzige Bedingung: eine Back-up Pflegestelle, die die kleine Hündin sofort nimmt, falls das Kind früher kommen sollte oder sonst irgendwas ist. Auch musste ich eine Deadline für die Zeit der Pflege setzen, damit mein Freund zustimmt. Ich habe fast nicht dran geglaubt, ein solches Arrangement treffen zu können. Es ist schliesslich auch nicht ganz unwichtig, wo und bei wem die Kleine dann weiter untergebracht wird.

Plötzlich meldete sich eine liebe Freundin von mir, dass sie diesen Part übernimmt. Ich kann mein Glück in dieser Hinsicht immer noch nicht fassen und diese Freundin ist eine absolute Wunschpartnerin als Pflegemama.

Aber welcher Hund darf nun bei uns einziehen?

Für uns war es wichtig, dass es ein kleiner Hund ist. Zudem sollte es eine Hündin sein, weil Sunny so seine Probleme mit unkastrierten Rüden hat. Die Wahl fiel sehr schnell auf eine kleine Dackelhündin, die im Januar geboren wurde und bereits seit einigen Monaten im Shelter sitzt. Gretel heisst sie und wir freuen uns schon sehr.

Natürlich darf man diese Aufgabe nicht unterschätzen und ich bin mir absolut der Verantwortung bewusst. Aber einem kleinen Hund die Möglichkeit auf ein besseres Leben zu geben, beflügelt mich in dieser Hinsicht total. Und obwohl ich natürlich auch negative Reaktionen auf mein Vorhaben bekommen habe, werde ich auch von vielen Seiten total toll unterstützt.

Ich bin gespannt auf diese neue Herausforderung und möchte euch mit auf dieses Abenteuer nehmen. Es wird also mindestens einen weiteren Beitrag über meine Tätigkeit als Pflegemutti für die kleine Gretel geben.

Und falls ihr ebenfalls schon mal darüber nachgedacht habt, einen Hund in Pflege zu nehmen: informiert euch bei SOS Dogs Romania. Es warten so viele tolle Hunde auf eine Chance.

xxbina

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  1. Mari

    18 September

    Ohhh, du bist über alle Maßen großartig!
    ❤️

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